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Garmin Autoland ist in mehr als 2500 Flugzeugen installiert
Von Nico Pliquett · 26.10.2026
Das autonome Notlandesystem ist gut sechs Jahre nach der ersten Zulassung für mehr als 15 Muster verfügbar. 2026 kamen weitere Flugzeugtypen hinzu, darunter erstmals zweistrahlige Businessjets.
Garmin Autoland ist am 23. Oktober 2026 in mehr als 2500 Flugzeugen installiert. Das autonome Notlandesystem wird in der Allgemeinen Luftfahrt und in der Business Aviation eingesetzt und ist inzwischen für mehr als 15 Flugzeugmodelle zugelassen, von einmotorigen Kolbenflugzeugen bis zu zweistrahligen Geschäftsreiseflugzeugen. Die erste Zulassung erhielt Autoland im Mai 2020 für die Piper M600 SLS. Seitdem wurde das System auf weitere Muster ausgeweitet. Genannt werden unter anderem Piper M600 SLS und M700 FURY, Cirrus Vision Jet, Cirrus SR20, SR22 und SR22T der Generation 7+, Daher TBM 940, 960 und 980, ausgewählte Beechcraft King Air, Pilatus PC-12 PRO und Epic E1000 AX. Im Jahr 2026 kamen vier weitere Muster hinzu: HondaJet Elite II, Embraer Phenom 300EV, Pilatus PC-12 PRO und Epic E1000 AX. Mit HondaJet Elite II und Phenom 300EV ist Autoland erstmals für zweistrahlige Businessjets zertifiziert. Für 2027 werden weitere Zulassungen erwartet, darunter Cessna Citation M2 Gen3, CJ3 Gen3 und CJ4 Gen3 sowie Beechcraft Denali. Autoland ist für Notlagen gedacht, in denen der Pilot handlungsunfähig wird. Das System kann von Passagieren per Knopfdruck aktiviert werden. Erkennt die Elektronik, dass der Pilot nicht mehr reagiert, kann es auch selbstständig eingreifen. Nach der Aktivierung wählt Autoland einen geeigneten Flugplatz, steuert das Flugzeug dorthin, führt den Anflug und die Landung aus, übernimmt die Funkkommunikation mit der Flugsicherung und stellt nach der Landung das Triebwerk ab. Für Piloten ist die wachsende Verbreitung vor allem bei der Sicherheitsausrüstung relevant. Autoland ersetzt keine Ausbildung und keine fliegerische Entscheidungsfähigkeit, kann aber in einem eng umrissenen Notfall eine zusätzliche Ebene bieten. Technisch setzt das System integrierte Garmin Glascockpits voraus. Verfügbar ist es in Verbindung mit G1000 NXi, G3000 und G3000 PRIME. Von den mehr als 2500 ausgerüsteten Flugzeugen wurden fast 250 nachträglich mit Autoland versehen. Dazu zählen Flugzeuge, bei denen die Funktion zunächst nicht freigeschaltet war, sowie weitergehende Nachrüstungen. Welche älteren Muster im Einzelfall nachrüstbar sind, hängt von der vorhandenen Ausstattung und der jeweiligen Zulassung ab.
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