Der Selbstbau-Tiefdecker Asso V kann nun als Ultraleicht mit 600 Kilogramm maximaler Abflugmasse zugelassen werden. Das DULV Kennblatt ist veröffentlicht, Baupläne für Neubauten und Umrüstungen sind verfügbar.
Für die Asso V gibt es seit dem 12. August 2026 ein DULV Kennblatt für eine Ultraleicht-Version mit 600 Kilogramm maximaler Abflugmasse. Die Musterbetreuung bietet dafür neue Baupläne unter der Bezeichnung Asso V 600 an. Die Meldung wurde am 30. September 2026 bekannt. Zuständig für die Zulassung ist der Deutsche Ultraleichtflugverband, DULV. Die Asso V ist ein zweisitziger Tiefdecker zum Selbstbau. Konstruktiv ist sie eng mit der Pioneer 300 verwandt, die auch als Fertigflugzeug erhältlich ist. Die Struktur besteht überwiegend aus Birkensperrholz, die Bespannung erfolgt mit Oratex. Damit fällt das Muster in eine Gemischtbauweise, also eine Konstruktion aus unterschiedlichen Werkstoffen und Bauverfahren. Bisher war die Asso V als UL mit 472,5 Kilogramm maximaler Abflugmasse zulassungsfähig. Für die 600 Kilogramm Version ist im Kennblatt ein Rotax 912 in den Versionen S, ULS oder FR mit 100 PS Startleistung eingetragen. Dazu gehört ein Woodcomp Varia Verstellpropeller. Das Leergewicht hängt von Bauausführung und Ausstattung ab. Als Tankvolumen sind zweimal 50 Liter genannt, als Rettungsgerät ist ein Junkers Profly Magnum 601 vorgesehen. Die veröffentlichte Höchstgeschwindigkeit VNE liegt bei 231 km/h, die Manövergeschwindigkeit VA bei 189 km/h und die Überziehgeschwindigkeit in Landekonfiguration VSO bei 77 km/h. Für Erbauer ist das Verfahren klar an die Vorgaben für UL Eigenbauten gekoppelt. Das Flugzeug muss entsprechend den Bauplänen nachgebaut werden. Vor Beginn ist der Verband einzubeziehen. Qualitätssicherung und Baubetreuung laufen über die Musterbetreuung. Während der Bauphase sind drei Zwischenkontrollen vorgesehen. Am Ende folgt die Stückprüfung als vierte Prüfung, danach kann die Verkehrszulassung erteilt werden. Auch bereits zugelassene Asso V mit 472,5 Kilogramm MTOM können auf die neue Gewichtsklasse umgerüstet werden. Dafür sind eigene Baupläne verfügbar. Genannt werden ein vergrößertes Höhenleitwerk, Änderungen beim Brandschutz im Bereich der Firewall sowie ein neues Rettungsgerät vom Typ Junkers Profly Magnum 601 mit Kevlarseilen. Die Baupläne mit Zulassungsbestätigung für einen Neubau kosten 4.900 Euro, die Unterlagen für die Umrüstung 2.300 Euro. Für die deutschsprachige UL Szene ist die Zulassung vor allem deshalb relevant, weil sie ein klassisches Selbstbauprojekt in die aktuelle 600 Kilogramm Klasse bringt. Mehr Abflugmasse kann in der Praxis Spielraum bei Ausrüstung, Kraftstoff und Zuladung schaffen. Die tatsächlichen Reserven hängen jedoch vom individuellen Leergewicht und der konkreten Ausrüstung des einzelnen Flugzeugs ab.
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