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Rotax ordnet Austausch von Turboladerteilen für 915 iS und 916 iS an
Von Nico Pliquett · 10.09.2026
BRP-Rotax hat am 3. September 2026 ein verpflichtendes Service Bulletin für bestimmte Motoren der Baureihen 915 iS und 916 iS veröffentlicht. Betroffen sind laut aeroVFR mehr als 220 Motoren, der Austausch ist vor dem nächsten Flug vorgesehen.
BRP-Rotax GmbH hat am 3. September 2026 ein verpflichtendes Service Bulletin für bestimmte Motoren der Baureihen 915 iS und 916 iS veröffentlicht. Wie aeroVFR am 8. September berichtet, sind mehr als 220 Motoren betroffen. Anlass sind Risse im Bereich des Turboladers, die zu einem Ölaustritt führen können. Nach den Angaben können die Risse dazu führen, dass Öl aus dem Turbo austritt und auf heiße Bauteile der Abgasanlage gelangt. Damit betrifft die Anweisung einen sicherheitsrelevanten Bereich des Motors. Der Turbolader verdichtet die Ansaugluft und erhöht damit die Motorleistung, besonders bei leistungsstarken Rotax Installationen in leichten Flugzeugen. Das Problem sei bei Motorprüfungen am Ende der Montagelinie aufgefallen, berichtet aeroVFR unter Berufung auf Rotax Dokumente. Eine genauere Analyse habe anschließend Risse ergeben. Als Ursache wird ein Fertigungsfehler bei einem Zulieferer genannt. Zusätzlich wird eine zu geringe Wandstärke an den betroffenen Gehäusebaugruppen beschrieben. Das Service Bulletin schreibt laut aeroVFR den sofortigen Austausch des betroffenen Bauteils durch ein Ersatzkit vor. Dieser Austausch soll vor dem nächsten Flug erfolgen. Welche Seriennummern oder konkreten Motoren im Einzelnen betroffen sind, geht aus dem vorliegenden Material nicht hervor. Betreiber müssen daher die Rotax Unterlagen zum Service Bulletin prüfen oder über Werft, Haltergemeinschaft oder Musterbetreuer klären lassen, ob ihr Motor darunter fällt. Für Piloten im UL und LSA Bereich ist die Meldung besonders relevant, weil die Rotax 915 iS und 916 iS in modernen leichten Reiseflugzeugen und schnellen Ultraleichtmustern verbreitet sind. Entscheidend ist dabei nicht nur die Motorbezeichnung, sondern ob der konkrete Motor beziehungsweise die betroffene Baugruppe in den Geltungsbereich des Bulletins fällt. Bis zur Klärung bedeutet die Anweisung praktisch, dass betroffene Flugzeuge nicht weiter betrieben werden sollten, wenn der Austausch noch nicht erfolgt ist. Weitere Angaben zu Lieferumfang, Arbeitszeit oder möglichen Auswirkungen auf einzelne Flugzeugmuster sind im vorliegenden Bericht nicht genannt. Maßgeblich bleiben die offiziellen Rotax Dokumente und die Vorgaben der zuständigen Instandhaltungsbetriebe.
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