Bild: guimbal.comHélicoptères Guimbal
Cabri G2
Helikopter · E-Klasse · 2 Sitze · Kohlefaser-Epoxid-Monocoque (Wabensandwich), Verbundwerkstoff-Rotorblätter, Kufenlandegestell · seit 2008
Der Cabri G2 ist ein zweisitziger Kolbenhubschrauber, den Bruno Guimbal ab den 1980er-Jahren als Privatprojekt neben seiner Arbeit bei Aérospatiale/Eurocopter entwickelte. Der Prototyp flog am 11. April 1992, die Vorserienmaschine am 31. März 2005; nach rund 300 Flugtest-Stunden erteilte die EASA am 14. Dezember 2007 die Musterzulassung nach CS-27, die erste Zulassung eines zweisitzigen Kolbenhubschraubers seit mehr als 30 Jahren. Die FAA folgte im Februar 2015. Die Serienfertigung begann 2008; bis Juli 2022 wurden etwa 300 Cabri gebaut, ein Händler nennt 2024 über 400 Exemplare in mehr als 30 Ländern. Technisch übernimmt der Cabri Lösungen größerer Turbinenhubschrauber: dreiblättriger, gelenkiger Hauptrotor mit Verbundwerkstoffblättern, siebenblättriger, ummantelter Fenestron-Heckrotor, Monocoque-Zelle aus autoklavgehärtetem Kohlefaser-Epoxid-Wabensandwich, crashsicherer 170-Liter-Tank, energieabsorbierende Sitze und ein Glascockpit mit Electronic Pilot Monitor. Der Lycoming O-360-J2A ist auf 145 PS Dauerleistung (160 PS Start mit Modifikation) gedrosselt und läuft mit Avgas 100LL, UL91 oder Mogas. Guimbal bewirbt den Cabri als sichersten Zweisitzer seiner Klasse, u. a. wegen der nachgewiesenen Überlebensfähigkeit bei 2.000 ft/min Aufprall. Rund 70 Prozent der Cabri gehen in die Schulung; Großbritannien war 2017 mit 28 Maschinen der größte Betreiber. Das Muster gilt als direkter Konkurrent des Robinson R22 und ist die Basis der unbemannten Airbus VSR700. Die Rotorblätter sind auf lange Lebensdauer ausgelegt, einzelne Zellen haben laut Händler über 10.000 Flugstunden mit Originalkomponenten erreicht.
Technische Daten
Zellendaten
Leistungsdaten nach Motor
| Motor | Lycoming O-360-J2A |
|---|---|
| Leistung | 145 PS |
| Reisegeschwindigkeit | 80 kt |
| Höchstgeschwindigkeit | 100 kt |
| Steigrate | - |
| Startstrecke | - |
| Landestrecke | - |
| Verbrauch | 40 l/h |
| Reichweite | 378 NM (700 km) |
| Leermasse (Abweichung) | - |
wingspanM ist der Hauptrotordurchmesser (7,20 m laut TCDS; Fenestron 0,60 m). Vne 130 KIAS (241 km/h) mit Leistung, 110 KIAS ohne Leistung, jeweils minus 2 kt je 1.000 ft Druckhöhe. Leermasse 430 kg laut Herstellerdatenblatt 2024 (Wikipedia/heli-archive: ca. 425 kg), Zuladung 270 kg. Motor Lycoming O-360-J2A, 145 PS Dauerleistung, 160 PS Startleistung mit Guimbal-Modifikation MOD 16-001; Kraftstoff Avgas 100LL, UL91 oder Mogas (nicht USA). Tank 170 l (crashsicher). Höchstreisegeschwindigkeit 100 KIAS (185 km/h), Reise bei 80 % Leistung 80 KIAS (148 km/h); Reichweite 700 km und Ausdauer 4,5 h laut Wikipedia/Hersteller. Schwebeflughöhe im Bodeneffekt 5.000 ft bei MTOW. Verbrauch ca. 40 l/h laut Händlerangabe LionHeli; Steigrate in den Quellen nicht angegeben. Höchstzulässige Betriebshöhe 13.000 ft.
Fragen und Erfahrungen
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