
23. bis 24.08.2026
Besuch von Freunden in Frankfurt
Nico Pliquett4 Flüge · 872 km · 7 h 05 min
Eigentlich hatten Finja und ich für diese Woche einen längeren Trip bis Freitag geplant. Am Sonntagmorgen zeigte der Blick auf die Wetterdaten der größeren Flugplätze aber, dass die Woche insgesamt nicht gut werden würde. Also haben wir kurzfristig umgeplant: nur eine Nacht unterwegs, dafür an einem Tag gleich zwei Landungen, erst nach Arnsberg-Menden und weiter nach Anspach im Taunus. Für die über zwei Stunden lange erste Etappe haben wir uns vorher noch Sitzkissen besorgt, das machte die Sache gleich viel bequemer.
Sonntag, 23. August 2026
Wetterausweichen und Erstkontakt mit dem Hannover Tower
- Dauer
- 2 h 36 min
- Strecke
- 307 km
- Max. Höhe
- 2.723 ft
- Max. Geschw.
- 185 km/h
10:52 Uhr · 1.656 ft
Eine Regenwolke versperrt uns den Weg
11:04 Uhr · 1.373 ft
Frequenz einstellen und Einflug in die CTR Hannover
Mitten ins Fly-in-Getümmel nach Anspach
- Dauer
- 1 h 19 min
- Strecke
- 162 km
- Max. Höhe
- 4.157 ft
- Max. Geschw.
- 182 km/h
Kurz nach dem Start ging es auf der ersten Etappe direkt ans Eingemachte. Vor uns stand eine geschlossene Wolkendecke, aus der einzelne Regenwände bis zum Boden herunterhingen. Steigen war kaum möglich, also sind wir tief geblieben und haben immer nach einem Ausweg gesucht, falls doch mal etwas sein sollte. Mit der ADS-B-Box an Bord konnten wir zum Glück sehen, dass noch ein anderes Flugzeug in der Nähe war, und der kurze Funkkontakt mit dem anderen Piloten hat die Lage gleich entspannt.
Rechts von uns lag freier Himmel, links die Kontrollzone von Hannover, in die wir eigentlich nicht wollten. Der Umweg rechts erwies sich als größer als gedacht, also sind wir umgedreht und haben uns beim Hannover Tower gemeldet. Der Lotse hat uns freundlich und unkompliziert durch die Zone geleitet, auch wenn mein Funkspruch mit dem Alternate-Airport nicht ganz sauber war. Danach wurde es richtig entspannt, sogar ein bisschen Thermik kam dazu, und im langen Endanflug ging es sauber hinein nach Arnsberg-Menden.
Nach dem Tanken an der Platztankstelle und einem Mittagessen haben wir noch einen befreundeten Fluglehrer getroffen, bevor es weiter Richtung Süden ging. Beim Start in Arnsberg kam uns ein Segelflugzeug in die Platzrunde, dem wir großzügig ausgewichen sind, und mit etwas Seitenwind und Böen ging es steigend weiter. In Anspach wartete dann die eigentliche Überraschung: mitten im Fly-in-Trubel des Wochenendes mussten wir erst zwei Runden im Gegenanflug drehen, bevor die Piste frei war. Mit zweiter Klappenstufe für ein kurzes Landing sind wir bei viel Publikum sauber unten aufgesetzt, ein Moment mit spürbar mehr Puls als sonst.
Flugzeug fest verzurrt für die Nacht
Montag, 24. August 2026
Sonnenflug bis kurz vor Hildesheim
- Dauer
- 1 h 43 min
- Strecke
- 238 km
- Max. Höhe
- 6.155 ft
- Max. Geschw.
- 186 km/h
Low Approach über Hannover und Landung in Lüneburg
- Dauer
- 1 h 26 min
- Strecke
- 164 km
- Max. Höhe
- 6.214 ft
- Max. Geschw.
- 174 km/h
15:48 Uhr · 191 ft
Low Approach in Hannover
Am nächsten Morgen stand die Lima Golf schon bereit. Mit 50 Litern an Bord und rund zwei Stunden Flugzeit hatten wir reichlich Reserve für die Etappen nach Hildesheim und weiter nach Lüneburg. Der Flug ging fast durchgehend im Sonnenschein, nur nach Norden hin zog es zunehmend zu, sodass wir rechtzeitig vor Hildesheim unter die Wolken gegangen sind, statt oben zu bleiben. Kurz vor der Landung fiel noch ein großes Bodenzeichen der örtlichen Feuerwehr auf, ein schöner Anblick aus der Luft. Wegen Bauarbeiten auf der Asphaltbahn sind wir in Hildesheim auf der Graspiste gelandet, sauber und unspektakulär.
Beim Tanken zickte meine Kreditkarte, sodass am Ende Finjas Karte einsprang und wir mit 21 Litern und ohne Quittung weiterziehen mussten, immerhin genug für die letzte Etappe. Über Hildesheim ging es durch die Pflichtmeldepunkte hinein in die Kontrollzone Hannover, wo uns der Tower einen Low Approach über die Piste erlaubt hat. Dicht über dem Beton, ohne aufzusetzen, an einer startenden Eurowings-Maschine vorbei, das war das bisher coolste Gefühl auf diesem Trip. Danach ging es über die A7 weiter nach Lüneburg, wo die Landung richtig gut gelungen ist. Nach rund sechs Flugstunden an diesem Wochenende und einer Nacht unterwegs war schnell klar: Weil das Wetter im Norden weiterhin gut blieb, sollte es am nächsten Tag gleich wieder in die Luft gehen.
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