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Ein modernes Montagewerk an einem Flughafen mit Vorfeld und einem generischen Regionalflugzeug im Hintergrund.KI-Bild

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Deutsche Aircraft eröffnet Endmontagewerk in Leipzig Halle

Von Nico Pliquett · 07.10.2026

Am Flughafen Leipzig/Halle ist ein neues Werk für die Endmontage der D328eco eröffnet worden. Die Anlage ist auf bis zu 48 Turboprop-Regionalflugzeuge pro Jahr ausgelegt.

Deutsche Aircraft hat am 29. September 2026 am Flughafen Leipzig/Halle ein neues Endmontagewerk offiziell eröffnet. Die Anlage in Schkeuditz bei Leipzig ist für die Endmontage der D328eco vorgesehen, eines Turboprop-Regionalflugzeugs auf Basis der Dornier-328-Familie. Die Eröffnung erfolgte rund eineinhalb Jahre nach der Grundsteinlegung. Das Werk umfasst mehr als 60.000 Quadratmeter Gesamtfläche. Deutsche Aircraft beschreibt die Produktionsstätte als CO₂ neutral und vollständig digitalisiert. Die Kapazität ist auf bis zu 48 Flugzeuge pro Jahr ausgelegt. Am Standort sollen 250 bis 350 hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen. Für die Fertigung sind acht Arbeitsstationen vorgesehen. Das Unternehmen setzt dabei auf ein optimiertes Produktionsmodell, das mit dem Fraunhofer-Institut entwickelt wurde und als Produktion 4.0 bezeichnet wird. Gemeint ist eine stärker digital gesteuerte Fertigung, bei der unter anderem Teile automatisiert an die jeweiligen Arbeitsstationen zugeführt werden. Die Baugruppen und Komponenten der D328eco werden nicht vollständig vor Ort hergestellt. Sie sollen per Straßentransport nach Leipzig gebracht werden. Das Rumpfmittelteil entsteht in Oberpfaffenhofen und wird anschließend ebenfalls per Transport zum Werk am Flughafen Leipzig/Halle geliefert. Der Standort liegt an einem großen Verkehrsflughafen, an einer Eisenbahnstrecke und in der Nähe zweier Autobahnen. Deutsche Aircraft investiert mehr als 100 Millionen Euro in den Aufbau des Standorts und erhält dabei staatliche Unterstützung. Die Eröffnung ist für das Unternehmen ein zentraler Schritt auf dem Weg zur Serienfertigung der D328eco. Zugleich knüpft der Hersteller an die Dornier-Tradition an, auf der die Entwicklung des Musters aufbaut. Welche weiteren Schritte bis zur Indienststellung noch anstehen, wird im Material nicht näher beziffert. Für die Allgemeine Luftfahrt hat das Werk keine unmittelbare Verbindung zu UL, LSA oder E-Klasse-Flugzeugen. Relevant ist die Eröffnung dennoch, weil sie zusätzliche industrielle Flugzeugfertigung in Deutschland schafft und den Flughafen Leipzig/Halle als Luftfahrtstandort stärkt. Ob und in welchem Umfang sich der Werksbetrieb auf Abläufe für andere Nutzer des Flughafens auswirkt, ist bislang nicht bekannt.

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