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Remos G3 MirageBild: Herr-K (CC BY-SA 3.0), Wikimedia Commons

Remos

G3 Mirage

Dreiachser · Ultraleicht · Hochdecker · Bugrad · 2 Sitze · GFK/CFK/Aramid-Schalenbauweise, Flügel teilweise gewebebespannt · seit 1998

Die Remos G-3 Mirage entstand aus der Remos Gemini Ultra; der Prototyp D-MRAE wurde 1997 auf der AERO Friedrichshafen gezeigt und flog am 20. September 1997 erstmals. Konstrukteur war Lorenz Kreitmayr. Anfangs entstanden in Eschelbach bei München 10 bis 20 Flugzeuge pro Jahr, die Zellen kamen aus Bielsko-Biała in Polen. Auf der AERO 2000 wurde die G-3 zum UL des Jahres gewählt. Die G-3 ist ein abgestrebter Hochdecker in Schalenbauweise aus faserverstärkten Kunststoffen, teils als Sandwich aus Kohlefaser, Aramid (Kevlar) und Glasfaser; die Kabine ist mit Kevlar verstärkt, Flügelteile sind zur Gewichtsersparnis mit Gewebe bespannt. Die Flügel lassen sich in etwa fünf Minuten nach hinten klappen. Ausrüstung: Spaltklappen, elektrische Höhenrudertrimmung, Dreibeinfahrwerk mit gelenktem Bugrad, abnehmbare Türen, Rettungssystem serienmäßig in der deutschen UL-Version. Motoren sind Rotax 912 UL (80 PS) oder 912 ULS (100 PS) mit Holz-Starrpropeller oder CFK-Verstellpropeller; die RS/L (2003) hatte einen Jabiru 2200. Varianten laut Wikipedia: G-3 (912 UL, 1999), Mirage S (912 ULS, 1999), Mirage RS (2001, geändertes Seitenruder und Fahrwerk), RS/L (Jabiru) sowie die G-3/600, die für die US-LSA-Kategorie mit 600 kg ausgelegt wurde und 2006 mit dem Umzug nach Pasewalk und der US-Zulassung erschien. Das Flughandbuch der G-3/600 (Januar 2006, LTF-UL 2003, DAeC-Kennblatt 61109.1, Austro Control UA-011/03) nennt für die deutsche UL-Version 472,5 kg, Vne 220 km/h und Vs0 63 km/h; die Schweiz begrenzt die Leermasse auf 297,5 kg. Die G-3 ist auch als Schleppflugzeug zugelassen. Nachfolger wurde 2008 die GX mit neuem Kohlefaserflügel; zusammen kamen beide Muster bis Juni 2016 auf rund 450 Exemplare. In den USA kostete die G-3 LSA 2007 ab 89.500 US-Dollar.

Technische Daten

Zellendaten

Klasse
Ultraleicht
Bauzeitraum
seit 1998
Zulassung
LTF-UL 2003, 472,5 kg (DAeC-Kennblatt 61109.1, Austro Control UA-011/03); G-3/600 in den USA: ASTM (S-LSA), 600 kg
MTOW
472 kg
Leermasse
302 kg
Vne
119 kt
Mindestgeschwindigkeit (Vs)
34 kt
Tankinhalt
68 l
Spannweite
9,8 m
Länge
6,47 m
Höhe
2,28 m
Flügelfläche
12 m²

Leistungsdaten nach Motor

MotorRotax 912 ULRotax 912 ULS
Leistung80 PS100 PS
Reisegeschwindigkeit105 kt108 kt
Höchstgeschwindigkeit113 kt116 kt
Steigrate1.142 ft/min1.280 ft/min
Startstrecke130 m100 m
Landestrecke250 m250 m
Verbrauch16 l/h17 l/h
Reichweite428 NM (792 km)411 NM (762 km)
Leermasse (Abweichung)--

Werte nach dem Flughandbuch der G-3/600 (deutsche UL-Version, 472,5 kg; ältere G-3 auch 450 kg): Vne 220 km/h, Vra 180 km/h, Vfe 118 km/h, Vs0 63 km/h (mit Klappen), Vs1 68 km/h, Tank 68 l (66,5 l ausfliegbar, optional 84 l), Flügelfläche 12,04 m². Leermasse 302 kg ist der Wägewert eines Schulflugzeugs (D-MUTB, Zuladung 170,5 kg); in der Schweiz gilt eine Höchst-Leermasse von 297,5 kg. Startstrecke = Rollstrecke laut Handbuch (über 15 m Hindernis: 250 m mit 912 UL, 220 m mit 912 ULS; mit CFK-Verstellpropeller 70 m bzw. 170 m und 8,0 m/s Steigen), Landestrecke 250 m. Reise bei 75 % 195 bzw. 200 km/h; Vmax aus der Verbrauchstabelle bei 5.300/min in 1.000 m (210 bzw. 215 km/h TAS); Verbrauch und Reichweite (68 l) bei 190 km/h (912 UL: 16 l/h, 792 km) bzw. 195 km/h (912 ULS: 17 l/h, 762 km). US-LSA-Version G-3/600: 600 kg, Leermasse 284 kg, Vs0 72 km/h, 1.300 ft/min laut Plane & Pilot 2007.

Fragen und Erfahrungen

Wie fliegt sie, worauf achten beim Kauf, was kostet der Unterhalt? Beiträge zu diesem Muster erscheinen auch im Forum.

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